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Viele Anwender wollen Softwareentwicklung nicht doppelt bezahlen

Bedarf an gebrauchter Software wächst

Manche Software-Anwender tun sich schwer mit der Preisstrategie großer Hersteller wie SAP, weil sie die Verbesserung der Programme nicht doppelt bezahlen wollen: Einmal durch Wartungsgebühren und ein zweites Mal durch den Kauf eines upgrades. Immer noch besteht  großer Bedarf an bewährten Programmen wie R/3 von SAP, die häufig nur noch bei Anbietern wie susensoftware erhältlich sind.

Der Anstieg beim Verkauf gebrauchter Software-Lizenzen ist auch Beweis dafür, dass die Nutzer zunehmend die Preisstrategie der großen Hersteller durchkreuzen wollen: „Nachdem ein Nutzer drei Jahre lang eine Menge Geld für die Anschaffung und Wartung eines Produktes bezahlt hat“, erklärt Axel Susen, Geschäftsführer von susensoftware, „fällt es ihm schwer nachzuvollziehen, warum er für ein Upgrade, dessen Entwicklung im wesentlichen von seinen Wartungsgebühren finanziert wurde, noch einmal bezahlen soll.“

Ein Beispiel: Die Preispolitik von SAP sieht so aus, dass die jährlichen Wartungsgebühren mindestens 17 Prozent des Preises betragen. Nach drei Jahren hat ein Nutzer also zu den Anschaffungskosten noch einmal 51 Prozent für die Wartung und Weiterentwicklung bezahlt. Wenn dann ein Upgrade des Produktes auf den Markt kommt, wird er praktisch gezwungen, es zu kaufen. Als Bestandskunde erhält er beispielsweise, je nachdem wie gut er verhandelt hat, im ersten Jahr 50 Prozent Rabatt (im zweiten Jahr 40, im dritten Jahr 30 und im vierten Jahr keinen Rabatt). Das bedeutet, er muss in diesem Fall für die Nutzung eines bereits mit 150 Prozent bezahlten Produktes erneut 50 Prozent Aufschlag bezahlen. Dazu kommen dann wiederum die Wartung- und Weiterentwicklungskosten.

SAP selbst hat ein anderes Verständnis von der Leistung, für die Wartungskosten erhoben werden: Die Wartungsgebühr bezahlt ein Kunde dafür, dass er mehrere Jahre lang kontinuierlich unterstützt wird und seine Software immer auf dem neuesten Stand ist. Das Upgrade eines Produktes hat demnach nichts mit der Wartung zu tun, denn hier handelt es sich um die Weiterentwicklung eines Produktes zu einem gänzlich neuen Produkt.

„Den Nutzern wird oft ein Upgrade aufgedrängt, das sie gar nicht haben wollen“, sieht Susen sich bestätigt. „Spätestens nach drei Jahren müssen sie es kaufen, weil es das Vorgängermodell nicht mehr gibt und dafür auch keine Wartung mehr angeboten wird.“ Hier setzen viele Anwender ihre Hoffnungen auf alternative SAP-Wartungskonzepte.

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