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Gebrauchte Software – Einsetzbar, Durchsetzbar oder sogar Anwendbar

Die meisten kennen es noch nicht, mancher hat schon mal davon gehört und einige nutzen sie schon: Gebrauchte Software.

Gibt es das? Was genau ist das? Wie geht das mit der gebrauchten Software? Wo bekommt man sie her? Wie kann man seine eigene Software an den Gebrauchtmarkt weiterverkaufen? Was sagt der Hersteller dazu? Bin ich juristisch abgesichert, wenn ich kaufe oder verkaufe?

Das sind die Fragen, die von Unternehmen heute gestellt werden, wenn sie das erste Mal den Prozess der alternativen Beschaffung starten.

Es gibt mittlerweile in der EU einen richtigen Markt für Gebrauchte Software, konkreter gesagt, für das „gebrauchte Nutzungsrecht“, die Gebraucht-Lizenz. Das Besondere dabei ist, ein Nutzungsrecht nutzt sich nicht ab. Die Lizenz bleibt die gleiche und die Software-Qualität bleibt ebenso erhalten. Sie funktioniert genauso wie neue Software auch.

Bei der Weiterveräußerung ungenutzter Lizenzen kommt der Begriff „Stille Reserve“ zum tragen. Aus diesem Grund hat Axel Susen, Geschäftsführer von susensoftware, seine gebrauchten Lizenzen „Stille Software“ getauft. Bei Stiller Software handelt es sich um Lizenzen, die ungenutzt sind und im Unternehmen gefunden werden müssen. Hat man sie gefunden, kann man prüfen, ob man sie in Liquidität wandeln möchte. In jedem Fall ist die Lizenzstrategie festzulegen und es sind solche Fragen zu klären wie: Werden die Lizenzen in Zukunft noch eingesetzt und fallen noch Wartungsgebühren an? Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es Aufgabe des Lizenzmanagers, das Potential zu heben und wirtschaftlich umzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Einkauf kann es sogar soweit führen, dass Nachkäufe vermieden werden. Die Einkäufer fragen in den heutigen Zeiten immer mehr nach alternativen Beschaffungswegen, sind sich jedoch aufgrund der wenigen Erfahrung und der unterschiedlichen Meldungen am Markt unsicher. Aussagen von den Herstellern mit strafrechtlichen Androhungen beabsichtigen genau diese Unsicherheit weiter zu schüren.

Selbst Politiker wie Herr Genscher und Frau Zypries haben schon das Thema Gebrauchte Software in Ihre Diskussionen aufgenommen und es ist zum Leid der Hersteller nicht mehr aus dem IT Alltag weg zu denken. Von einer geklärten juristischen Lage, wie sie sich vom Urteil des BGH im Herbst dieses Jahres erwartet wird, würden alle profitieren – Anwender könnten bedenkenlos zur günstigsten Option greifen, der Markt hätte sich ein weiteres Mal in Richtung Anwender-Interessen geöffnet und Gerichte müssten sich nicht mehr um Streitereien wegen kleiner Teilgebiete des Marktes kümmern.

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