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Geschichte der gebrauchten SAP Software

Im Juli 2002 begann der Handel mit stiller Software von SAP durch einen Auftrag des Insolvenzverwalters der Firma „Kabel New Media AG“. Hierbei handelte es sich um ein SAP Lizenz Paket, welches 1999 für 178.000 DM zzgl. MwSt erworben wurde. Im September des darauffolgenden Jahres kann eine Antwort von SAP über die übliche Vorgehensweise bei der Übertragung von SAP Lizenzen. 2004 kann es zur ersten Provisionsvereinbarung mit einem SAP Systemhaus und auch die erste SAP Lizenzübertragung konnte stattfinden. Ein deutscher Energieversorger suchte zudem erstmalig über 2000 SAP Standard User mySAP ERP im Wert von über 2 Millionen . SAP kaufte später gerüchtweise den Wertkontrakt einer Leasinggesellschaft, damit die guten Konditionen nicht im Markt verbleiben.

Im Juni 2005 kam es von Seiten SAPs zu einer Ablehnung der Lizenzübertragung für die Babcock Borsig AG, welche nach einer Teilstilllegung die nicht mehr benötigten Lizenzen an susensoftware verkaufen wollte. Dabei wurde sich auf die AGBs berufen, die nur eine einheitliche Lizenzübertragung aller mit Vertrag erworbenen Nutzungsrechte gestatteten. Generell konnten wir in diesem Jahr 14 Angebote an unterschiedliche Unternehmen im Wert von 11.780.000 zzgl. MwSt machen. Aufgrund fehlender Genehmigungen für Lizenzübertragungen wurden in diesem Jahr Werte in Millionenhöhe von SAP Anwendern entsorgt und wahrscheinlich als Verlust abgeschrieben. Im Oktober des folgenden Jahres konnten wir das erste SAP Paket im Wert von über 1 Millionen mithilfe eines SAP Systemhauses verkaufen. 2007 gelang es uns, einen SAP Lizenzvertrag mit einem mittelständischen deutschen Industrieunternehmen erfolgreich zu splitten. Zwei Jahre später kam es zur ersten Beschwerde gegen SAP Deutschland AG bezüglich der urheberrechtlichen Zulässigkeit der Weiterveräußerung von Software. Ein Verfahren gab es aufgrund der urheberrechtlich ungeklärten Rechtslage nicht. 2010 erläutert die europäische Kommission, dass der Marktanteil von SAP im ERP Markt keine Marktbeherrschung andeutet, jedoch andere Gründe für einen Kartellverstoß durch Ausnutzung einer Monopolstellung nicht ausgeschlossen sind. 2011 erklärt das OLG Karlsruhe, dass SAP Anwender aufgrund der Option der Software-Mietung nicht unangemessen benachteiligt werden. Am 3.7.2012 hat das EuGH den Handel mit gebrauchter Software, einschließlich SAP Software, generell erlaubt. Susensoftware GmbH reicht im Oktober desselben Jahres Klage gegen die SAP Deutschland GmbH & Co. KG ein. Im Februar 2013 war es uns möglich, ein SAP Lizenzpaket der insolventen Schlecker Gruppe im Wert von 1,4 Millionen mit 78% Rabatt zu erhalten. Im darauffolgenden Monat fand ein mittelständisches Unternehmen eine große Anzahl SAP ERP User; Susensoftware war es auch möglich die zwei kleinere SAP ERP Lizenz-Pakete an deutsche Anwender zu verkaufen.

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