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Zusammenfassung zu Nachrichten rund um SAP 4-2015

Der US-Softwarekonzern strebt in den kommenden Jahren eine Umsatzsteigerung auf dem deutschen Markt an und möchte den Umsatz seines Konkurrenten SAP übertreffen. Laut Salesforce-Europachef Joachim Schreiner soll Salesforce das größte deutsche Softwareunternehmen bezogen auf den Umsatz werden.

Der Jahresumsatz des Walldorfer Konzerns hatte sich im Jahr 2014 auf 17,6 Milliarden Euro belaufen und davon wurden 2,6 Milliarden Euro in Deutschland erzielt. Der Ge-samtumsatz von Salesforce hatte im Vorjahr bei 5,4 Milliarden US-Dollar gelegen und der europäische Umsatzanteil lag bei knapp 500 Millionen US-Dollar.

Wie Schreiner gegenüber der Wirtschaftswoche ausführt, sei das Ziel den Marktführer SAP auf den deutschen Markt zu überholen zwar sehr ambitioniert aber dennoch im Bereich des Machbaren. In Europa würde sich das jährliche Wachstum von Salesforce auf 30 Prozent belaufen und dabei sei Deutschland der stärkste Markt für den Cloudsoftware-Anbieter. Mit der Deutsche Telekom AG hat sich der US-Softwarehersteller auf eine Vertriebspartnerschaft geeinigt und auf der Cebit 2015 sind neue Produkte präsentiert worden.

Im Bereich HANA geriet SAP zuletzt ins schwere Fahrwasser und musste unangenehme Medienberichte entkräften. Seit einigen Monaten gibt es Gerüchte nach denen SAP mit den Geheimdiensten zusammenarbeitet und die Software HANA dafür Hintertüren haben soll. Gegen diese Vermutungen hat sich nun SAP-Chef Bill McDermott gewehrt und verlautbart, dass keine Hintertüren bei HANA existieren würden. Seinen Angaben zufolge würde SAP zudem keine Vorschriften erlassen, welche Daten die Regierungen oder ihre Geheimdienste mit der In-Memory-Datenbank HANA analysieren würden.

Im Vorfeld hatte ein Bericht der MDR-Sendung Fakt für Aufsehen gesorgt und zwar soll HANA beim US-Innengeheimdienst NSA im Einsatz sein. Wie SAP ausführt, sei es eines der zentralen Aufgaben die öffentliche Sicherheit mittels Technik abzusichern und diese würde bei der hauseigenen Software im Mittelpunkt stehen. Aufgrund dieses Faktums sei in SAP-Software generell keine Hintertür enthalten.

Verantwortlich für die Gerüchte ist der belgische Unternehmer Jo Lernout, der davon berichtet, dass SAP-Experten den US-Diensten zeigen würden wie sie gewaltige Da-tenmengen mit HANA auswerten können. Die Übernahme der US-Firma Inxight durch SAP wird als Indiz genannt, da dieses Unternehmen von dem Geheimdienstausgründer Q-Tel und der Deutschen Bank gefördert wurde. Der Kauf von Sybase soll als zweiter Beweis dienen, da die NSA der wichtigste Kunde des Softwareherstellers gewesen sei.

Der Umbau von SAP kostet 2000 Mitarbeitern den Arbeitsplatz aber auf der anderen Seite sollen im gleichen Umfang neue Stellen entstehen. Der Arbeitsplatzabbau betrifft alle Unternehmensbereiche in denen kein Wachstum stattfindet und dies wären weltweit 2250 Mitarbeiter. Dies sind rund drei Prozent der gesamten Mitarbeiterzahl.

Am Ende des Jahres sollen neue Jobs in gleicher Größenordnung geschaffen werden, weshalb es sich nicht direkt um einen Abbau von Arbeitsplätzen handelt. Die Angestellten in Europa würden Abfindungspakete angeboten und in Deutschland soll ein Freiwilligenprogramm gestartet werden. Ein Frührentenprogramm für ältere Mitarbeiter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA wurde ebenfalls ausgelegt.

Die Umstrukturierung der SAP SE soll im dritten Quartal 2015 erfolgreich abgeschlossen sein. Mit Stand Ende 2014 sind bei dem Walldorfer Softwarehersteller weltweit 69.000 Mitarbeiter beschäftigt. In Wachstumsfeldern sollen den Angaben zufolge 2200 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Cloudgeschäft, die In-Memory-Datenbank HANA und Mobility seien die Wachstumsbereiche des Konzerns. Die Mitarbeiterzahl legte im letzten Jahr durch die Übernahme des Reisekostenspezialisten Concur um rund 5000 Mitarbeiter zu.

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