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Neue Chancen für SAP-Mitarbeiter

Bei SAP, Europas größtem Softwarehersteller, sollen weltweit insgesamt bis zu drei Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Davon werden vor allem die Mitarbeiter im Vertrieb betroffen sein, welche Jahrgang 1960 oder älter sind. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass der Stellenabbau die SAP-Mitarbeiter in Deutschland und Europa stärker treffen wird als in der übrigen Welt. Gleichzeitig will SAP im Bereich Cloud Computing neue Stellen schaffen. Dies erklärte Wolfgang Fassnacht, Personalchef bei SAP Deutschland, Mitte April gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Fassnacht begründet diese Maßnahme vor allem damit, dass aufgrund der Umstellung von fest
installierter Software hin zum Cloud Computing künftig viele vertriebsunterstützende Jobs bei SAP überflüssig werden. Auf betriebsbedingte Kündigungen will SAP dabei aber ausdrücklich verzichten. Vielmehr soll es zwei Modelle geben, welche SAP seinen Vertriebsmitarbeitern in den nächsten Wochen vorlegen wird. Jüngere Mitarbeiter sollen zwischen einem internen Wechsel und einer Abfindungszahlung wählen können, alle Mitarbeiter des Jahrgangs 1960 und älter sollen auf freiwilliger Basis eine Abfindung erhalten, wenn sie SAP verlassen. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen noch im April angeschrieben werden. Bis spätestens zum Jahresende soll der Jobabbau abgeschlossen sein.

In diesem Zusammenhang bietet der Markt für gebrauchte Software den bisherigen SAP-Vertriebsmitarbeitern eine neue Perspektive. Diese können dabei doppelt profitieren, da sie
einerseits von SAP eine Abfindung erhalten und andererseits sofort wieder einen neuen Job in
Aussicht haben. Unternehmen wie die susensoftware GmbH in Herzogenrath sind ständig auf der Suche nach qualifizierten Partnern für den Vertrieb von gebrauchter SAP-Software.

Der Handel mit gebrauchten bzw. ungenutzten Software-Lizenzen funktioniert kurz
zusammengefasst so, dass der spezialisierte Händler, wie z.B. die susensoftware GmbH, stille Software ankauft und diese im freien Markt kostengünstig weiterverkauft.
Endgültige Rechtssicherheit bezüglich möglicher Urheberrechtsverstöße schaffte hier das Urteil des EuGH vom 03.07.2012, Az. C-128/11 und die ergänzenden nationalen Urteile. Darin heißt es im Wesentlichen, dass die Kontrolle des Herstellers einer Software mit dem Verkauf über das Produkt erlischt. Einem Weiterverkauf und einer weiteren Nutzung steht demnach aus rechtlicher Sicht also nichts im Wege.

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