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Interview mit Hasso Ercelebi aus 2014

Hasso Ercelebi ist IT-Leiter beim Bekleidungstechnologie-Experten Sympatex. Im Interview spricht er darüber, warum sein Unternehmen vor drei Jahren die Wartungsverträge mit SAP gekündigt hat und wie das Unternehmen mit seinen Geschäftsbedingungen die Software-Wartung einseitig verteuert.

Sie haben vor rund drei Jahren Ihre Wartungsverträge mit SAP gekündigt und sind zu einem Drittanbieter gewechselt. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Wir waren immer zufrieden mit den Leistungen von SAP. Es gab also keine inhaltlichen Gründe, sondern es lag an den Kosten. Auslöser war, dass wir weniger Mitarbeiter hatten, die mit SAP arbeiten, und deshalb einige unserer Lizenzen nicht mehr nutzen wollten. Das hat SAP komplett abgelehnt und wollte, dass wir auch weiterhin für das volle Lizenzpaket Wartungskosten zahlen, obwohl wir nachweislich weniger Lizenzen im Einsatz hatten. Es war diese sture Haltung die uns letztendlich dazu bewegt hat, uns nach Alternativen umzusehen. Einen neuen Partner haben wir in Rimini Street auch gefunden. Die Wartungskosten sind mit einem Schlag um rund die Hälfte gesunken.

Welche Nachteile ergeben sich für Sie daraus, dass Sie nicht mehr bei SAP sind?

Wir haben keinen Zugang mehr zu den Updates des Systems. Selbst auf die Updates bis zu dem Zeitpunkt, zu dem wir unsere Wartungsverträge gekündigt haben, können wir nicht mehr zugreifen.

Wie haben Sie das Update-Problem gelöst?

Man muss sich als IT-Leiter im Klaren darüber sein, dass man sein SAP-System ein Stück weit einfriert auf dem Stand, zu dem die offizielle Wartung beendet wird. Wenn wir vorgehabt hätten, in nächster Zeit größere Änderungen am System zu machen, dann wären wir den Schritt wahrscheinlich nicht gegangen. Wir nutzen jetzt ein anderes System für HR, und der Rest der Systemlandschaft veraltet einfach nicht so schnell, als dass sich die Mehrkosten für die SAP-Updates für uns lohnen würden.

Ist eine Rückkehr zur SAP-Wartung für Sie zurzeit eine Option?

Diese Option verbaut das Unternehmen auch selber. Offiziell sagt SAP, dass wir die in den vergangenen Jahren nicht beanspruchte Wartung nachbezahlen müssen, wenn wir ihre Services wieder in Anspruch nehmen wollen. Das lohnt sich natürlich mit jedem Jahr weniger. Außerdem erhöht SAP regelmäßig die Wartungsgebühren, während unser Dienstleister uns seinen Preis für zehn Jahre garantiert hat. Wir sparen also jedes Jahr mehr Geld.

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