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Innovation & Wirklichkeit

Einst wollte Professor Hasso Plattner seine Hana-Datenbank als disruptive Innovation verkaufen. Professor Clayton M. Christensen versuchte ihn davon abzubringen.

Quelle: E-3 Magazin

Link: https://e-3.de/2019/02/28/innovation-wirklichkeit/

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Kategorien:Aktuell

Was bedeutet indirekte Nutzung?

Bei SAP bedeutet Indirekte Nutzung, dass von Drittsystemen auf SAP Anwendungen zugegriffen wird. Das klingt erst einmal harmlos, kann sich aber für Anwender als äußerst kompliziert erweisen, denn diese indirekte Nutzung ist für das Anwenderunternehmen teilweise auch mit Kosten verbunden.

Folgendes Beispiel soll die indirekte Nutzung erklären:

Ein mittelständisches Unternehmen bietet einen Webshop an, über den Kunden Einkäufe tätigen können. Wird in diesem Webshop eine Bestellung aufgegeben, muss in der Lagerliste – die von SAP stammt – überprüft werden, ob das bestellte Produkt vorhanden ist. Damit greift der Kunde indirekt auf die SAP-Software zu, indirekt, weil er dem Webshop sozusagen den Auftrag dazu erteilt hat. Dem Kunden ist es egal, wie der Zugriff erfolgt, aber nicht dem Anwenderunternehmen.

Für SAP ist es nämlich unerheblich, auf welche Weise oder über welche Technik der Benutzer Funktionen der SAP-Systeme verwendet.  Für das Unternehmen bedeutet dieser indirekte Zugriff aber, dass SAP vorschreibt, dass für jeden Kunden, der diese indirekte Nutzung ausführt, eine Lizenz gekauft werden muss. Dies führt aber zu unkalkulierbaren Kosten für die Anwenderunternehmen.

Das kann sogar so weit gehen, dass Anwender, die Daten aus einer SAP-Anwendung herausgezogen und in eine Excel-Datei eingebaut haben, lizenz-pflichtig sind – und ebenso die User, die diese Excel-Tabelle per Email erhalten.

Kategorien:Aktuell

Indirekte Nutzung – Kostenfalle mit fragwürdigem Sinn

Dass in einem Unternehmen, das Systeme von SAP oder auch Windows anwendet, Lizenzen für jeden Nutzer gekauft werden müssen, liegt auf der Hand. Dass jedoch im Rahmen der sogenannten indirekten Nutzung ein deutliches Mehr an Lizenzen notwendig werden kann, entwickelt sich für viele Unternehmen zu einer großen Kostenfalle. Das Prinzip der indirekten Nutzung ist nur nur aus diesem Grund bei Unternehmen sehr unbeliebt. Zusätzlich machen auch die komplizierte Berechnung  und der teilweise intransparente Umgang mit diesem Thema vielen Firmen Probleme.

 

Warum wird das Prinzip der indirekten Nutzung angewandt?

 

Für die Softwarehersteller ist die indirekte Nutzung ein Weg, neue Absatzwege zu erschaffen, wenn der Kauf neuer Lizenzen eher ins Stocken gerät. Unternehmen, die bereits gut versorgt mit Lizenzen sind, müssen dann zusätzliches Geld investieren, um auch im Rahmen der indirekten Nutzung nicht unterversorgt zu sein. So erschließen sich Softwareherstellern mit wachsender Komplexität von Vertriebsstrukturen und Systemen immer weitergehende Möglichkeiten, indirekte Nutzung zur Anwendung zu bringen.

 

Gerade durch den Vorstoß im Bereich der Gebrauchtsoftware sehen sich Softwarehersteller durch indirekte Nutzung in der Lage, ihre Bedeutung am Markt nicht zu verlieren. Da es durch die verstärkte Beliebtheit gebrauchter Lizenzen zu einem gewissen Neukunden-Mangel kommt, ist die indirekte Nutzung ein logischer Schritt für Softwarehersteller.

 

Indirekte Nutzung bei unterschiedlichen Herstellern

 

Die indirekte Nutzung spielt heute bei großen Softwareherstellern grundsätzlich eine Rolle. Sowohl Microsoft als auch SAP und Oracle machen sich diesen zusätzlichen Weg zunutze. Als problematisch kann es sich hierbei jedoch erweisen, dass indirekte Nutzung nur selten beim Namen genannt wird. In den Preislisten von SAP ist hiervon praktisch nichts mehr zu sehen, obwohl die Praktik weiterhin zum Tragen kommt.

 

So müssen Unternehmen, die ihre SAP-Systeme mit Web Servern koppeln, sodass über das Internet auf geschäftsrelevante Daten zugegriffen werden kann, zusätzliche Lizenzen erwerben. Auch der wird der Kauf weiterer Lizenzen erforderlich, wenn Mitarbeiter in einem Unternehmen über eine Software Daten aus dem SAP System auslesen, dieses aber nicht direkt nutzen. Noch erschreckender zeigt sich das Prinzip der indirekten Nutzung, wenn in einem Unternehmen Software verwendet wird, die von einem SAP-anwendenden Dritthersteller angeboten wird. In der Theorie werden selbst für die Nutzung dieser Software neue Lizenzen gebraucht. Für SAP entwickelt sich der Vertrieb von zusätzlichen Lizenzen über indirekte Nutzung als besonders lukrativer Geschäftszweig. Die hierdurch gewonnenen Einnahmen liegen schon jetzt im Millionenbereich.

 

Auch bei Windows ist das Prinzip der indirekten Nutzung nicht unbekannt. Hier nennen sich die Lizenzen, die zusätzlich gekauft werden müssen, Client Access Licenses, kurz CALs. Diese müssen nicht nur pro Nutzer, der auf Windows Systeme zugreift, gekauft werden, sondern teilweise auch für Geräte wie beispielsweise Drucker. So muss für jeden Nutzer, ob Mensch oder Maschine, eine CAL erworben werden, wenn dieser direkt oder auch indirekt auf die Server-Software zugreift. Herauszufinden, wie viele und welche Lizenzen erworben werden müssen, ist jedoch eine äußerst komplizierte Angelegenheit. So gibt es durchaus Szenarien, in denen keine CAL notwendig ist, während wieder andere Szenarien für zusätzlichen Lizenzbedarf sorgen. Auch Anwendungen innerhalb der Server Software wie Remote Desktop brauchen eine eigene CAL. In diesem Zusammenhang ist es außerdem erforderlich, dass die Lizenzen stets für die neueste Komponente der Server-Software gelten müssen.

 

Indirekte Nutzung erfolgt bei Oracle über die Named User Plus License, da nicht nur Personen, sondern auch Geräte zu sogenannten Named Usern werden können. Dies gilt nicht nur für den direkten, sondern auch für den indirekten Zugriff. So muss auch ein User, der über ein Drittprogramm Zugriff auf Daten aus dem Oracle System erhält, eine Named User License gekauft werden. Greift ein Gerät auf automatische Art und Weise auf Oracle Systeme zu, so wird für es eine Lizenz benötigt. Im Rahmen der Processor License reagiert Oracle auf Internetanwendungen. Hier werden die Lizenzen nicht pro Person vergeben, sondern pro Prozessor, auf dem eine Oracle Anwendung installiert ist. Unternehmen finden also heraus, wie viele Lizenzen sie benötigen, wenn sie unter Berücksichtigung aller Oracle-verwendenden Rechnersysteme die Gesamtzahl der Prozessoren ausdeuten.

 

Die Sinnhaftigkeit indirekter Nutzung

 

Viele Unternehmen fühlen sich von den zusätzlichen Kosten, die durch indirekte Nutzung entstehen, bedroht. So wird vielerorts über Sinn und Unsinn dieses Vorgehens seitens der Softwarehersteller diskutiert. Fakt ist, dass indirekte Nutzung tatsächlich nicht immer sinnvoll ist. Greifen beispielsweise Besucher eines Webshops indirekt auf die Bestandsdaten aus dem SAP-System eines Unternehmens zu, so ist der Kauf zusätzlicher Lizenzen keine angebrachte Taktik, da sich eine Sinnhaftigkeit nicht erschließt. Auch das Verlangen von zusätzlichen Lizenzen für Software, die von einem SAP-Anwender entwickelt wurde, ist äußerst fragwürdig. Immerhin wurden sowohl Lizenz also auch Wartung bereits vom Drittunternehmen gezahlt. Für das anwendende Unternehmen hat es keinerlei Nutzen, eine SAP Lizenz zu erwerben. Innerhalb des Unternehmens kann dies unter Umständen anders gelagert sein. Hier kann die Anwendung indirekter Nutzung tatsächlich sinnvoll sein, wenn der Zugriff auf lizenzpflichtige Systeme für den Mitarbeiter von großer Relevanz ist.

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Infobroschüre von Susensoftware

Die aktuelle Infobroschüre von Susensoftware steht hier zum Download bereit.

 

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Cloudlösungen optimieren, oder?

Cloudlösungen sind praktisch. Der Anwender muss sich nicht um Aktualisierung oder Lastwechsel kümmern. Was passiert aber im Ausnahmezustand eines Black Friday oder Singles Day in China?

Quelle: E-3 Magazin

Link: https://e-3.de/2019/02/28/cloudloesungen-optimieren-oder/

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Interview mit Hasso Ercelebi aus 2014

Hasso Ercelebi ist IT-Leiter beim Bekleidungstechnologie-Experten Sympatex. Im Interview spricht er darüber, warum sein Unternehmen vor drei Jahren die Wartungsverträge mit SAP gekündigt hat und wie das Unternehmen mit seinen Geschäftsbedingungen die Software-Wartung einseitig verteuert.

Sie haben vor rund drei Jahren Ihre Wartungsverträge mit SAP gekündigt und sind zu einem Drittanbieter gewechselt. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Wir waren immer zufrieden mit den Leistungen von SAP. Es gab also keine inhaltlichen Gründe, sondern es lag an den Kosten. Auslöser war, dass wir weniger Mitarbeiter hatten, die mit SAP arbeiten, und deshalb einige unserer Lizenzen nicht mehr nutzen wollten. Das hat SAP komplett abgelehnt und wollte, dass wir auch weiterhin für das volle Lizenzpaket Wartungskosten zahlen, obwohl wir nachweislich weniger Lizenzen im Einsatz hatten. Es war diese sture Haltung die uns letztendlich dazu bewegt hat, uns nach Alternativen umzusehen. Einen neuen Partner haben wir in Rimini Street auch gefunden. Die Wartungskosten sind mit einem Schlag um rund die Hälfte gesunken.

Welche Nachteile ergeben sich für Sie daraus, dass Sie nicht mehr bei SAP sind?

Wir haben keinen Zugang mehr zu den Updates des Systems. Selbst auf die Updates bis zu dem Zeitpunkt, zu dem wir unsere Wartungsverträge gekündigt haben, können wir nicht mehr zugreifen.

Wie haben Sie das Update-Problem gelöst?

Man muss sich als IT-Leiter im Klaren darüber sein, dass man sein SAP-System ein Stück weit einfriert auf dem Stand, zu dem die offizielle Wartung beendet wird. Wenn wir vorgehabt hätten, in nächster Zeit größere Änderungen am System zu machen, dann wären wir den Schritt wahrscheinlich nicht gegangen. Wir nutzen jetzt ein anderes System für HR, und der Rest der Systemlandschaft veraltet einfach nicht so schnell, als dass sich die Mehrkosten für die SAP-Updates für uns lohnen würden.

Ist eine Rückkehr zur SAP-Wartung für Sie zurzeit eine Option?

Diese Option verbaut das Unternehmen auch selber. Offiziell sagt SAP, dass wir die in den vergangenen Jahren nicht beanspruchte Wartung nachbezahlen müssen, wenn wir ihre Services wieder in Anspruch nehmen wollen. Das lohnt sich natürlich mit jedem Jahr weniger. Außerdem erhöht SAP regelmäßig die Wartungsgebühren, während unser Dienstleister uns seinen Preis für zehn Jahre garantiert hat. Wir sparen also jedes Jahr mehr Geld.

Kategorien:Aktuell

Einkauf am Scheideweg

Die neue SAP-Produkt- und -Lizenzpolitik stellt die Einkaufs-IT auf eine Belastungs-probe. „Weniger Funktionen versus mehr Kosten“ – ist das die Alternative, die zwischen einem S/4-Umstieg und einer externen Beschaffungslösung besteht?

Quelle: E-3 Magazin

Link: https://e-3.de/2019/02/28/einkauf-am-scheideweg/

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