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Posts Tagged ‘DSAG’

SAPs neue Business-Plattform stößt nicht bei allen Anwendern auf Zuneigung

Das Preismodell ist seit jeher ein Zankapfel zwischen der DSAG und den Walldorfern, daher mant Andreas Oczko, Vorstand für Operations/Service & Support bei der DSAG, bereits im Vorfeld: „Wir als DSAG sind davon überzeugt, dass die Kunden ein Anrecht darauf haben, dass über die Datenbank hinaus keine weiteren Lizenzkosten für S/4Hana entstehen.“

http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Wirtschaft/SAPs-neue-Business-Plattform-stoesst-Anwendern-Zuneigung

DSAG fordert Wahlfreiheit bei S/4 HANA

27. Juli 2015 1 Kommentar

Im Frühjahr stellte SAP seine neue Business Suite S/4 HANA vor. Das Programm wurde vollständig auf die In-Memory-Plattform HANA ausgelegt und stellt laut SAP-Chef Bill McDermott die “größte Neuvorstellung der letzten 23 Jahre, wenn nicht der gesamten Unternehmensgeschichte“ dar. Weniger euphorisch zeigt sich hingegen die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG). Die neue Business Suite müsse auch mit anderen seitens SAP bestehenden Produkten kompatibel sein und dürfe nicht ausschließlich auf HANA ausgerichtet werden, so die Kernforderung. DSAG-Vorstand Gerhard Göttert fordert von SAP, dass das Unternehmen im Bereich der Datenbanken “eine echte Wahlfreiheit für die Kunden beibehält.“
S/4 HANA ist mit verschiedenen Betriebsmodellen kompatibel und lässt sich Angaben von SAP mit dem Cloud-Portfolio von zahlreichen Tochterunternehmen wie Ariba, SuccessFactors oder Fieldglass verbinden. Kritiker sehen S/4 HANA vor allem deshalb skeptisch, da SAP erstens den Nachweis des revolutionären Charakters der Suite bisher noch schuldig geblieben ist und zweitens ungeklärt blieb, ob SAP die Weiterentwicklung bestehender Business Suites im Sinne der Bestandskunden auch künftig vorantreiben wird.

Weitere Informationen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/SAP-setzt-fuer-neue-Business-Suite-S-4HANA-voll-auf-die-In-Memory-Plattform-HANA-2540140.html

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Bietet SAP reelle Lösungen für den deutschen Mittelstand?

Mit der Software Business byDesign wollte SAP eine Lösung für kleinere Unternehmen bieten, jedoch kam es mit dem Produkt schon früh zu Schwierigkeiten im Entwicklungsbereich. Was hat SAP, als Softwareunternehmen für Großkonzerne ganz weit vorne, dem Mittelstand und dort vor allem den kleineren Unternehmen wirklich zu bieten?
Vor allem in den kleinen Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern tut sich der Softwarekonzern aus dem baden-württembergischen Walldorf schwer.
Im Jahr 2007 brachte SAP die Software Business byDesign auf den Markt, die nach Konzern-Angaben für mittelgroße Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern konzipiert war. Inzwischen sieht SAP jedoch eher Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern als Zielgruppe des ersten Cloud-ERP-Systems, mit dem die Walldofer zwar ihrer Zeit ein ganzes Stück voraus waren, das aber trotzdem bis heute den großen Erfolg vermissen lässt.
Im Jahr 2013 wurde Business byDesign mehr oder weniger totgesagt, nachdem die „Wirtschaftswoche“ berichtete, SAP wolle die Weiterentwicklung der Software einstellen. SAP dementierte, doch in erster Line waren es wohl Partnerunternehmen, die das Projekt am Leben erhalten wollten. Inzwischen hat SAP Business byDesign jedoch auf die HANA-Plattform migriert und mit Michael Schmitt einen neuen General Manager für Business ByDesign ernannt.
Seit 2012 bietet SAP zusätzlich die Software Business One für die kleinen Unternehmen an, die Software ist ebenfalls cloud-basiert und wird über Amazon Web Services bereitgestellt.
Obwohl damit eigentlich für jede Unternehmensgröße eine SAP Lösung existiert, bemängelt die Deutsche SAP Anwender Gruppe (DSAG) zum Beispiel, dass die Lizenzmodelle nicht ideal auf den Bedarf kleiner und mittlerer Unternehmen ausgelegt sind.
Die DSAG ist außerdem der Ansicht, dass SAP mit seinen Produkten Business byDesign und Business One von vielen kleinen Unternehmen gar nicht erst in Erwägung gezogen wird. SAP stehe bei vielen auch gehobenen mittelständischen Unternehmen in dem Ruf, teuer zu sein und wird eher als IT-Lösung für Großkonzerne angesehen.
Gerhard Göttert, DSAG-Vorstand Anwendungsportfolio, sieht den Weg von SAP zu den kleinen mittelständischen Unternehmen in den Cloud-Services. Sie bieten den Vorteil, nicht an eine komplexe IT-Infrastruktur gebunden zu sein und machen auch im administrativen Bereich vieles einfacher für die kleinen Unternehmen. Göttert sieht jedoch noch Diskrepanzen zwischen den Ankündigungen und der tatsächlichen Verfügbarkeit von SAP-Cloud-Lösungen.
Auch Sicherheitsbedenken halten derzeit noch viele Kunden davon ab, ihre Daten einem Cloud-Service anzuvertrauen.
Aber gerade auch weil die klassischen On-Premise Lösungen für heutige Bedürfnisse nicht mehr schnell und flexibel genug agieren können, wird sich die Zukunft  der ERP Systeme weitgehend in der Cloud abspielen, allerdings müssen dazu auch erst noch Fragen geklärt werden wie zum Beispiel wie stabil Release-Wechsel in der Cloud wirklich sind oder wie Bestandslizenzen überführt und angerechnet werden.
Auch wenn es gemäß einer ERP Zufriedenheitsstudie deutliche Kritik zum Beispiel an der Usability und dem Reporting gibt, ist SAP beim gehobenen Mittelstand unter den Top 5 Anbietern mit einem Marktanteil von etwa 10 % anzutreffen.
Könnten die Walldorfer nicht eigentlich damit zufrieden sein und auf die kleineren Unternehmen als Kunden verzichten? DSAG Experte Göttert sieht das anders, er sieht gerade in den kleinen mittelständischen Unternehmen einen relevanten Markt für SAP, da sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen großen Teil der Unternehmen ausmachen und so einen recht großen Markt bieten. Göttert sieht genau darin jedoch auch die Herausforderung an den Walldorfer IT-Konzern: ein Massenmarktgeschäft ins Leben zu rufen mit individuellen Lösungsansätze, Pragmatismus und großer Flexibilität für kleine Unternehmen. Auch an seinem Image wird SAP dabei arbeiten müssen, denn diese Eigenschaften werden dem Konzern von den kleinen Unternehmen nicht unbedingt zugeschrieben.
Weiterführende Infos http://susw.de/JYBU8b
http://www.computerwoche.de/a/sap-und-der-mittelstand,3093180?tap=3693b3b739ce4f5c424aef020131ec66&r=463619419241902&lid=394922&pm_ln=35

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DSAG beißt bei SAP auf Granit

Die 1997 gegründete DSAG versteht sich als Sprachrohr der SAP-Kunden. Und die wollen nun offenbar vor allem eines: weniger Komplexität. Zudem kämpft die DSAG seit Jahren für mehr Flexibilität bei der Wartung der SAP-Programme. Unternehmen würden, wenn sie aus wirtschaftlichen Gründen weniger Lizenzen benötigen als erworben, dafür auch gerne die mitgekaufte Wartung aussetzen. „Bislang beißen wir hier aber auf Granit bei der SAP“, sagte Liebstückel.

Vollständiger Artikel stk/mne/fbr:
http://bit.ly/NSJ2Q9

Das ist eine Frage wert. Warum ignoriert ein Software-Hersteller dauerhaft den Wunsch seiner Kunden?
(Beim Schreiben merkt man, wie ungewöhnlich so eine Frage ist. Jeder Marktteilnehmer lebt eigentlich von seinen Kunden. Nicht eigentlich, sondern eigentlich ausschließlich. Ist das permanente Ignorieren der Kundenwünsche nicht ein sicheres Zeichen von monopolistischem Verhalten? Wer sonst kann finanziell relevante Regeln beim Kunden durchdrücken, wenn nicht ein Monopolist?)

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