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Posts Tagged ‘Software-Lizenz’

Was Anwender über gebrauchte Software wissen sollten

Was macht gebrauchte Software für Unternehmen interessant?

Software aus zweiter Hand ist in der Regel um 20 bis 50 Prozent billiger als neue. Manchmal geht es aber auch darum, ältere Versionen von Software nachzukaufen, die das eigene Unternehmen noch verwendet, der Hersteller aber nicht mehr anbietet. Ein weiterer Vorteil von Gebrauchtsoftware: Meist handelt es sich um ältere und damit ausgereifte Produkte, die zuverlässiger laufen als die neuesten Versionen.

http://www.computerwoche.de/a/was-anwender-ueber-gebrauchtsoftware-wissen-sollten,3227658

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BGH-Entscheidung: susensoftware kann wie gewohnt agieren

14. Februar 2011 1 Kommentar

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, den Fall Oracle-UsedSoft an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg weiterzuleiten. In dem ursprünglich seit Ende September 2010 mit Spannung erwartetem Urteil geht es darum, inwiefern heruntergeladene Software weiterverkauft werden darf. Auch wenn es schade ist, dass der BGH kein abschließendes Urteil zu dieser Frage oder gar ein darüber hinausgehendes Urteil zur gebrauchten Software im Allgemeinen gefällt hat, bestätigt die Entscheidung doch das Lizenzmodell seriöser Händler wie bspw. susensoftware. Diese agieren wenn möglich im Einverständnis mit den Softwareherstellern und minimieren so das Rechtsrisiko für sich selbst und vor allem ihre Kunden.

Dennoch trägt die momentane Lage zur Verunsicherung der Software-Anwender bei. Für jede Übertragungsform gibt es jedoch bereits Gerichtsurteile. Im Klartext bedeutet das für die einzelnen Übertragungsformen:

Einzelplatzlizenzen dürfen gehandelt werden (siehe https://gebrauchtesoftwarelizenzen.wordpress.com/2010/02/14/einzelplatzlizenzen-durfen-gehandelt-werden/)

Auch OEM-Versionen dürfen gebraucht verkauft werden (siehe https://gebrauchtesoftwarelizenzen.wordpress.com/2010/02/18/mit-oem-versionen-bares-geld-sparen/)

Volumenlizenzen dürfen ebenso gehandelt werden, jedoch nur, wenn diese komplett verkauft werden. Zum sog. Splitting (Herauslösen einzelner Lizenzen) gibt es noch unklare Aussagen – hier ist von einem Handel nach momentaner Lage abzuraten (siehe https://gebrauchtesoftwarelizenzen.wordpress.com/2010/02/22/rechtliche-unklarheit-bei-volumenlizenzen-verunsichert-anwender/)

Nachtrag 07.2012:  Bitte beachten Sie, dass der hier dargebotene Text zu einem Zeitpunkt verfasst wurde, an dem ggf. die ehemalige Rechtsauffassung von der aktuellen abwich. (vgl. EuGH Urteil C-128/11 vom 3. Juli 2012).

Online erworbene Software darf derzeit nicht gehandelt werden (siehe https://gebrauchtesoftwarelizenzen.wordpress.com/2010/02/25/vorsicht-bei-online-erworbener-software/)

Nachtrag 07.2012:  Bitte beachten Sie, dass der hier dargebotene Text zu einem Zeitpunkt verfasst wurde, an dem ggf. die ehemalige Rechtsauffassung von der aktuellen abwich. (vgl. EuGH Urteil C-128/11 vom 3. Juli 2012).

Wichtig ist, dass bei jedem Handel mit gebrauchter Software diese stets im gesamten Umfang ausgeliefert und etwaige Sicherheitskopien mitgeliefert oder vernichtet werden müssen. Zudem erwarten die Software-Hersteller, dass eine lückenlose Übertragungskette vom Ersterwerber an nachweisbar ist. Auch hier hilft Ihnen der kompetente und seriöse Gebrauchtsoftware-Händler gerne weiter!

Zum Abschluss noch ein Lese-Tipp: Den sehr interessanten Artikel von Peter Marwan/ ZDNet zu diesem Thema sollten Sie auf jeden Fall lesen! http://www.zdnet.de/it_business_hintergrund_warten_auf_den_eugh_zum_stand_der_dinge_bei_gebrauchtsoftware_story-11000006-41547427-1.htm

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Urheberrecht: Wer will schon US-Verhältnisse?

Privatanwender sind besser geschützt als Unternehmen

Der Schutz von Privatpersonen ist wichtig und wird dementsprechend auch vom Staat sichergestellt. Erst jüngst hat der BGH die Rechte von Fluggästen gestärkt. Auch das Urheberrecht schützt Privatanwender in besonderem Maße. Gewerbliche Unternehmen hingegen stehen deutlich schlechter da – für sie ist der Zugang zu Zweitverwertung bei gebrauchter Software eindeutig erschwert. Die Folge: Viele Unternehmen bspw. bleiben auf aktuellen Lizenzen sitzen – mit enormem wirtschaftlichem Schaden.

Für private Anwender ist der Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen eindeutig geregelt: Einzelplatzlizenzen, so genannte Box-Produkte, dürfen im vollem Umfang gehandelt werden. Erlaubt wird dieser Handel durch den EU-weit geltenden Erschöpfungsgrundsatz. Theoretisch steht also auch allen gewerblichen Unternehmen offen, gebrauchte Einzel-Lizenzen zu (ver-) kaufen. „Nur: Mit der alltäglichen Praxis in Unternehmen hat dieses Geschäftsmodell nicht viel zu tun“, wie Axel Susen, Geschäftsführer von susensoftware, erläutert. „Unternehmen setzen aufgrund der hohen Stückzahl an Software, die sie benötigen, auf Volumenlizenzen. Auch Online erworbene Software spielt eine immer größere Rolle. Und genau hier hat der Gesetzgeber bisher versäumt, wirtschaftlich praktikable Regelungen zu finden.“

Bislang steht nur derjenige auf der sicheren Seite, der Volumen-lizenzen im kompletten Umfang veräußert. Das so genannte „Splitting“, also das Herauslösen einzelner Lizenzen, wird oftmals vom Lizenzgeber, wie z. B. SAP, verboten – ob er dazu das Recht hat, ist derzeit aber sehr umstritten. Hat ein Unternehmen aufgrund von bspw. Stellenabbau plötzlich mehr Lizenzen, als es benötigt, darf es diese i.d.R. also nicht verkaufen. Besonders tückisch: Für diese nicht genutzten Lizenzen werden bei SAP weiterhin Wartungsgebühren fällig! „Volumenlizenzen sind dadurch auf dem Markt nur sehr schwer handelbar“, so Susen weiter. „Für Unternehmen erschwert sich der Lizenzeinkauf: Wer kann schon genau kalkulieren, wie viele der Lizenzen er noch in zwei, fünf, zehn Jahren benötigen wird?“ Der jährliche Schaden, der durch Fehllizenzierungen (sowohl Unter- als auch Überlizenzierungen) angerichtet wird, wird allein in Deutschland auf einen zweistelligen Milliardenbetrag geschätzt.

Gebrauchte Software: BGH entscheidet im Februar 2011

Auch Online übertragene Software gehört zum Geschäftsalltag dazu, nicht zuletzt, weil die Installation leichter ist als von über 100 CDs. Inwiefern der Erschöpfungsgrundsatz auch hier greift, wird der BGH hoffentlich am 3.Februar 2011 entscheiden. Insgeheim erhofft sich die gesamte IT-Szene ein Grundsatzurteil, welches die momentan herrschende rechtliche Unklarheit beseitigen würde.

Die großen Software-Hersteller scheinen sich momentan jedoch US-Verhältnisse herbeizusehnen. Im September hat das Bezirksgericht in San Francisco den Weiterverkauf von Software-Lizenzen für illegal erklärt, sofern die Lizenzbestimmungen den Verkauf verbieten. Dieses Urteil könnte gravierende Auswirkungen bis hin zum Gebrauchtwagen-Handel haben, befürchten Kritiker. „Zudem ist auch nicht klar, inwiefern bspw. deutsche Unternehmen mit Niederlassungen in den USA hiervon betroffen sein werden“, ergänzt Susen.

Hierzulande ist der Markt zwar deutlich liberaler und nicht alles rechtens, was große Hersteller in ihre AGB aufnehmen. Dass beim Splitten von Volumenlizenzen und bei Online übertragener Software aber noch Nachholbedarf besteht, hat der Deutsche Anwaltverein (DAV) bereits vor über einem Jahr konstatiert: In einer Stellungnahme1 hat er den Gesetzgeber darauf aufmerksam gemacht, dass solche Unterscheidungen bei den Vertriebswegen wirtschaftlich unsinnig und rechtlich problematisch seien. Hier ist der Privatanwender deutlich besser geschützt: Er besitzt rechtliche Sicherheit beim Handel mit Box-Produkten, während Firmen mit Verunsicherung und rechtlicher Unklarheit zu kämpfen haben.

 

1 http://anwaltverein.de/downloads/Stellungnahmen-09/SN-4409-Urheberrecht.pdf

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Wie genau funktioniert die Übertragung einer Lizenz?

26. Juli 2010 1 Kommentar

Der Erwerb oder Verkauf einer gebrauchten Lizenz beginnt mit der Übertragung und der Zusammenarbeit mit einem Lizenzexperten oder Gebrauchthändler, denn sobald ein Kunde äußert, gebrauchte Software in Erwägung zu ziehen, wird er für gewöhnlich mit den unterschiedlichsten und widersprüchlichsten Aussagen der betreuenden Systemhäuser oder Hersteller überschüttet, die ihre neuen Lizenzen verkaufen möchten.

Der Übertragungsprozess einer Lizenz bei der Gewerblichen Nutzung bedarf der Dokumentation und Kommunikation zwischen Verkäufer, Hersteller und zukünftigem Anwender. Die Übertragung kann einfach und rechtssicher sein, wenn alle Dokumente und Einverständniserklärungen, die benötigt werden, eingeholt wurden. Es gibt dafür von den Softwareherstellern, wie beispielsweise Microsoft, angefertigte Formulare, mit denen die Übertragung beantragt und durchgeführt wird. Auf einem solchen Formular werden Käufer und Verkäufer und der Grund der Übertragung abgefragt.

So hat zum Beispiel susensoftware aus dem Insolvenzverfahren der Kabel New Media GmbH aus Hamburg verschiedene Microsoft Lizenzen an andere GmbHs in Deutschland übertragen. Die Einsparung lag für die Käufer der gebrauchten Lizenzen bei ca. 50%. Der Vorgang war einfach und übersichtlich und endete mit einer offiziellen Umschreibung durch Microsoft. Microsoft Ireland ist die Niederlassung, die europaweit für die Lizenzumschreibungen zuständig ist. Der Übertragungsprozess wird durch das Microsoft-Internetportal vereinfacht. In diesem Portal kann man zentral die eopen-Verträge verwalten. Zudem stellt es die Funktion der Lizenzübertragung unter Berücksichtigung der Microsoft-Übertragungsformulare online zur Verfügung.

Bei SAP-Software gibt es kein Internetportal zur Verwaltung und auch kein Übertragungsformular für gebrauchte Software; jedoch gibt es einen Zusatzvertrag zum damaligen Kaufvertrag. Das besondere an diesem Zusatzvertrag ist, dass damit die Zustimmung für die „teilweise Übertragung“ von Nutzungsrechten bei SAP angefordert und die Wartung dafür still gelegt werden kann.

Die Firma Jägermeister aus Wolfenbüttel hat über susensoftware gebrauchte SAP Lizenzen erworben und damit eine Einsparung von ca. 55% erreicht. Der Verkäufer Imagelinx hatte die Lizenzen nicht mehr benötigt. SAP hatte der Übertragung zugestimmt und die Lizenzen in die Wartung genommen. Das Besondere dabei war, dass SAP den Datenbankwechsel erst nicht bewilligen wollte, dies dann aber zusammen mit SAP geklärt werden konnte.

Generell kann man sagen: Herausforderungen bei der Übertragung von Software existieren immer dann, wenn es um das Splitten von Lizenzverträgen, d. h. die Teilübertragung von Nutzungsrechten aus einem Vertrag, geht. Dies bedarf der Zustimmung der Hersteller. Noch komplexer wird die Übertragung von gebrauchter Software, wenn Third-Party Produkte, wie beispielsweise Datenbanken oder Speziallizenzen (Schulungslizenzen, Sondernutzer etc.) übertragen werden sollen und Wartungsverträge mit eingebunden sind.

Bei gebrauchten SAP Lizenzen endet der Übertragungsprozess mit der Bestätigung der SAP durch ein Wartungsangebot für diese Lizenzen. Bei Microsoft endet der Übertragungsprozess mit dem Erhalt einer sogenannten Reference Nummer im Übertragungsdokument.

Spannend bei der Frage von Wartungskosten für gebrauchte SAP Lizenzen ist die Möglichkeit für SAP Bestandskunden, durch betriebswirtschaftliche Argumentation auch die Wartungsbasis im Altbestand zum Positiven zu verändern und damit die laufenden Wartungskosten zu senken.

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Geld sparen und verdienen: Die Software macht es möglich

Einsparpotenzial verzweifelt gesucht? Kein Problem, werden die Preise von Software richtig unter die Lupe genommen. Das kleine Geheimnis heißt Software-Lizenzmanagement.

Mit einem Software-Lizenzmanagement werden die Investitionen, die für Software getätigt werden, erstmals richtig deutlich. Laut einer Umfrage werden in jedem Unternehmen pro PC durchschnittlich 6.200 Euro für das Bereitstellen von Software – inklusive Prozess-, Lizenz- und Betriebskosten – aufgewendet. Ein erklecklicher Betrag, der ein immenses Potenzial zum Einsparen von Kosten bietet.

Denn just diese Investitionskosten können verringert werden. In beinahe allen Unternehmen ohne Lizenzmanagement liegt Kapital brach: Kapital in Form von stiller Software, von Lizenzen, die nicht mehr benötigt werden. Diese stille Reserve kann aktiviert werden. Werden die nicht mehr benötigten Software-Lizenzen verkauft, wird Geld in die Unternehmenskasse gespült. Geld, das für andere Investitionen frei wird.

Wer zudem mit dem spitzen Bleistift rechnet – und welche Unternehmen müssen das nicht? -, kann viel Geld sparen, wenn er bereits einmal genutzte Software kauft. Die Qualität von genutzter Software ist im Vergleich zu originalverpackter Software unverändert. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied: Der Preis dafür ist erheblich niedriger!

Der Markt für bereits genutzte Software ist groß: Angefangen bei Spezialsoftware bis hin zu Standardsoftware und kompletten Softwareentwicklungen werden Programme mit allen Sourcen und Rechten angeboten – allerdings um einen bis zu 50 Prozent reduzierten Preis. Für Axel Susen, Geschäftsführer von SusenSoftware in Aachen und Sachverständiger für EDV-Software, ist das „ein hinreichender Grund, schnellstens ein Lizenzmanagement im Unternehmen einzuführen“.

Das Lizenzmanagement implementiert im Unternehmen Richtlinien für das Nutzen von Software und Internet. Klar gestellt wird, Software darf nur mit Kenntnis des Lizenzmanagements beschafft und installiert werden. Ein Hardware-Inventar und ein Software-Inventar geben Auskunft über alle eingesetzten Rechner und Programme. Herz des Ganzen ist das Lizenzinventar, in dem jede erworbene Softwarelizenz erfasst und fortlaufend aktualisiert wird. Das Lizenzinventar informiert über die jeweilige Version einer Software und alle Bedingungen der Lizenzierung.

Dank des Lizenzmanagements besteht ein Überblick über die Zahl der Lizenzen: Eine  Überdeckung wird genauso vermieden wie  eine Unterdeckung mit Lizenzen.

„Unternehmen sollten umgehend ein Software-Lizenzmanagement einführen: Jetzt, nicht erst übermorgen – und damit Geld erwirtschaften“.

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Checkliste zum Handel mit gebrauchter Software

Gute Vorbereitung erhöht den Gewinn

Lizenznehmer können Software-Lizenzen zum eigenen Vorteil nutzen, um den Unternehmenswert zu erhöhen. Gebrauchte Software zu verkaufen ist naheliegend, aber für unerfahrene Anwender nicht ganz einfach. Eine Checkliste hilft den Verkaufswilligen, die rechtlichen und verwaltungstechnischen Tücken zu erkennen und zu umgehen. Der Verkauf der stillen Software wird so zu einem lukrativen, Gewinn maximierenden Zusatzgeschäft.

Der unvorsichtige Handel mit stiller Software kann rechtliche und finanzielle Konsequenzen haben, die sich zum Nachteil des Unternehmens entwickeln. So wird das Ziel des Verkaufs, die Liquidität des Unternehmens zu erhöhen, in sein Gegenteil verkehrt. Eine Checkliste hilft, Fehler zu vermeiden, die beim Handel mit der stillen Software gemacht werden können. Die Liste fragt verschiedene Themen ab, die Eigentum, Installation und Wartung der Programme betreffen, und wird im Internet kostenfrei zur Verfügung gestellt: http://www.susensoftware.de/unternehmen/presse/pdf/checkliste.pdf

Stille Software sind Softwareprodukte, die typischerweise nicht mehr eingesetzt werden, nachdem sie bilanztechnisch abgeschrieben sind. Stille Software wird meist nicht im Stahlschrank gelagert, sondern wandert in den Keller oder bleibt noch viel häufiger als Kostenverursacher auf den Rechnern im Unternehmen installiert — obwohl die Benutzung den Wert der Lizenz nicht gemindert hat. Rund dreißig Prozent der deutschen Unternehmen sind überlizenziert und nur ca. 50 Prozent überprüfen regelmäßig ihre Bestände. Diese Werte gilt es zu erkennen und zum Vorteil des Unternehmens zu nutzen.

Metrix Consulting aus Mönchengladbach kann nicht  selten gebrauchte Software auf den Rechnern durch eine Nutzungsanalyse aufspüren und die dadurch entstehenden Kosten sofort eliminieren. Neben den direkt bilanzwirksamen Kosteneinsparungen für Betrieb und Wartung kann die so erkannte ungenutzte Software zweitvermarktet oder intern umverteilt werden. Laut Christoph Klecker, Gesellschafter von Metrix Consulting, können auf diese Weise bis zu 25 Prozent des IT-Budgets eingespart werden.

Der auf IT-Recht spezialisierte Düsseldorfer Anwalt Peter Huppertz von der Kanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz hält es grundsätzlich für rechtlich zulässig, wenn gebrauchte bzw. stille Standardsoftware weiterverkauft wird. Insbesondere dürften uneingeschränkte Weitergabeverbote in den AGB der Hersteller oftmals unwirksam sein. Voraussetzung bliebe jedoch immer, dass der Verkäufer der gebrauchten Software diese selbst auf Basis eines Kaufvertrages und nicht z.b. als Mietsoftware erworben hat. Außerdem müsse berücksichtigt werden, dass der uneingeschränkte Weiterverkauf bei CPU-abhängigen Lizenzmodellen und von nicht standardisierten Softwarelizenzen bislang gerichtlich noch nicht geklärt ist. Insgesamt hält es Huppertz aber für unausweichlich, dass sich der Markt für gebrauchte Software weiter etablieren wird.

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Schneller Werteverfall von Software-Lizenzen schadet Anwendern und Herstellern

Software-Hersteller sollen ihre Statuten ändern

Hohe Rabatte auf Listenpreise lassen die Anschaffungskosten von Software rapide sinken, während Wartungs- und Supportkosten weiter steigen. Die Anwender verlieren jede Investitions- und Budgetplanungssicherheit und die Hersteller ihre Werte. Eine Änderung der Statuten, nach denen die Softwarehersteller ihre Geschäfte betreiben, könnte diese Tendenz stoppen.

Nach Experten-Analysen stiegen die Gebühren für Wartung und Support von Software auf inzwischen über 20 Prozent der jährlichen Lizenzgebühren. Auf der anderen Seite mussten Software-Hersteller in den USA ihren Kunden wegen der schrumpfenden Budgets in den Unternehmen Rabatte von bis zu 70 Prozent auf die Listenpreise einräumen. Das bedeutet, dass der Anschaffungspreis rapide gesunken und die laufenden Kosten enorm angestiegen sind.

Diese Tendenz schadet Anwendern wie Herstellern gleichermaßen: den IT-Managern, weil sie keine Sicherheit bei der Budgetplanung haben. Und den Herstellern, weil der rasante Preisverfall ihre Produkte auf dem Markt nahezu wertlos macht.

Der Wert der Software sinkt aber nicht nur durch die hohe Rabattierung des Anschaffungspreises. Lizenzen, deren Wartung nicht bezahlt wird, weil sie vorübergehend nicht genutzt werden, sind schnell wertlos, wenn ein Zweit-Käufer der Software die ausstehenden Wartungsgebühren nachzahlen müsste – eine Investition, die sich nicht lohnt, solange die Rabatte auf den Neupreis so enorm hoch sind. Die Softwarehersteller schaden sich folglich selbst, denn ihre Politik, Wartungsgebühren nachzahlen zu lassen, beschleunigt den Werteverfall von Lizenzen erheblich.

„Wir fordern Investitionssicherheit“, so Axel Susen, Softwarehändler aus Aachen. „Die Software-Hersteller müssen ihre Statuten ändern, damit die Lizenzen nicht schneller wertlos sind als sie vergeben werden und auf der anderen Seite nicht weiterverkauft werden können, weil die Nachzahlung der Wartungsgebühren sie unerschwinglich macht.“ Software sei ein Produkt wie jedes andere auch und solle auf dem freien Markt gehandelt werden können. Dabei solle die Software selbst den Wert darstellen und nicht die mit der Software gehandelten Wartungsverträge.

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