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Was Anwender über gebrauchte Software wissen sollten

Was macht gebrauchte Software für Unternehmen interessant?

Software aus zweiter Hand ist in der Regel um 20 bis 50 Prozent billiger als neue. Manchmal geht es aber auch darum, ältere Versionen von Software nachzukaufen, die das eigene Unternehmen noch verwendet, der Hersteller aber nicht mehr anbietet. Ein weiterer Vorteil von Gebrauchtsoftware: Meist handelt es sich um ältere und damit ausgereifte Produkte, die zuverlässiger laufen als die neuesten Versionen.

http://www.computerwoche.de/a/was-anwender-ueber-gebrauchtsoftware-wissen-sollten,3227658

Nach dem EuGH Urteil: Was ist erlaubt, was nicht?

Das Urteil des EuGH zur gebrauchten Software hat die Position der Anwender noch weiter gestärkt und die Modernisierung des Urheberrechts vorangetrieben.

Einzelplatzlizenzen (Box Produkte)/ OEM-Lizenzen: dürfen, wie schon vor dem Urteil auch, gehandelt werden. Dies ist gesetzlich geregelt durch den Erschöpfungsgrundsatz (§ 69 c Nr. 3 Satz 2 UrhG), das Urteil vom OLG München (12.12.1998, Az 29 U 5911/97) sowie das „OEM-Urteil“ des BGH (06.07.2000, Az IR 244/97).

Online gekaufte Lizenzen: Dürfen seit dem Urteil des EuGH (Az C‑128/11) ebenfalls gehandelt werden. Der Käufer erhält zudem das Recht, neue Updates und Patches für die gekaufte Version herunterzuladen (vgl. EuGH Urteil C-128/11 vom 3. Juli 2012).

Volumenlizenzen: In jedem Fall können Volumenlizenzen im Gesamten veräußert werden. Entgegen früherer deutscher Rechtssprechung ist heute ein Verkauf von Teilmengen eines Volumenvertrages möglich, aber nur indem die einzelne Lizenz nicht aufgespalten wird (vgl. EuGH Urteil C-128/11 vom 3. Juli 2012):

Zugleich verfügte der EuGH ein Aufspaltungsverbot für Oracle-Lizenzen. Grund: Oracle Concurrent-Lizenzen werden mit einer Kopie auf einem Server abgelegt, und der Software-Kunde erwirbt dafür eine bestimmte Zahl von Zugriffsrechten. Da es sich dabei um eine einzige Lizenz handelt, kann diese nicht aufgeteilt (d.h. „aufgespalten“) werden. Dem trug der EuGH Rechnung. Das Urteil bezieht sich aber nicht auf sog. „Volumenlizenzen“. Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Menge an Einzellizenzen, die aus Marketing- und Vertriebsgründen im Paket verkauft werden. Die Aufspaltung dieser Pakete und deren teilweiser Weiterverkauf ist von dem EuGH-Urteil nicht berührt, da damit keine Aufspaltung einzelner Lizenzen verbunden ist. Entsprechend haben bereits die Landgerichte München (Aktenzeichen 30 O 8684/07) und Hamburg (315 O 343/06) entschieden. Quelle: wikipedia

Wichtig: Gebrauchte Software muss stets im gesamten Umfang ausgeliefert und etwaige Sicherheitskopien mitgeliefert oder vernichtet werden.

Kommentar: Da das Internet als Vertriebsweg immer wichtiger wird, sendet das Urteil des EuGH das richtige Signal zur rechten Zeit für mehr Anwender-Freundlichkeit und ein moderneres Urheberrecht. Abzuwarten bleibt, ob das Urteil auch Signalwirkung für andere Branchen (z. B. den Handel mit MP3s, e-books, Apps, Spielen) haben wird: Bislang ist es den Anbietern dort gelungen, über Tricks (wie bspw. das Verknüpfen von Dateien an einen nicht-übertragbaren User-Account) einen Handel zu unterbinden. Wünschenswert wäre, dass sich nach dem wegweisenden Urteil des EuGH Politiker, IT-Entscheider und –Juristen sowie Fachzeitschriften stärker mit solchen Methoden und ihrer Rechtmäßigkeit befassen.

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Neue Angebote: SAP und Microsoft Lizenzen

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Preis auf Anfrage

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Wie gut vorbereitete Unternehmen mit gebrauchten SAP Lizenzen bares Geld sparen können

Todd Morrison von http://www.searchsap.com berichtet in seinem sehr lesenswerten Artikel übder das Potential von gebrauchter SAP-Software:

Recycling SAP licenses can mean big savings for the well-prepared

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„Ode an den Gebrauchtmarkt“

Vor einiger Zeit haben wir bereits berichtet, wie geschlossen sich die Spieler-Community gegen Beschränkungen des Gebrauchtspiele-Marktes wehrt (Gebrauchte Software: Spieler kämpfen für ihre Rechte). Nun hat auch Daniel Raumer in seinem Blog die sehr lesenswerte  „Ode an den Gebrauchtmarkt“ veröffentlicht, in der er u. a. sieben gute Gründe liefert, warum gebrauchte Spiele gut für die gesamte Branche sind.

Hier lassen sich natürlich zahlreiche Parallelen zu gebrauchter ERP- und Office-Software ziehen: Auch hier können große Anbieter wie SAP oder Microsoft profitieren, wenn sie sich den neuen, kreativen Vertriebsstrukturen öffnen (siehe Softwarehersteller nutzen die Vorteile von stiller Software).  Wünschenswert wäre jedoch ein ähnlicher Zusammenhalt innerhalb der IT-Szene, wie er in der Spieler-Community bereits längst exisitert.

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